Johannes Kepler Universität 2008-2010

 

An der Johannes Kepler Universität wurde die Errichtung eines neuen Rechenzentrums geplant. Das Rechenzentrum hat eine Größe von ca. 345 m² mit einem Raumvolumen von ca. 1.250 m³ (Doppelbodenhöhe 0,60 m).

 

Ziel war, eine modulare Flächenaufteilung für Erweiterungsoptionen und Serverflächen für Hot-Spot-Racks zu ermöglichen.

 

Geplant wurde, ein Rechenzentrum mit einer Trennung in Rackreihen und in einen separaten Teil für Sondermaschinen (SAN, Bandroboter und dergleichen). Die Kühlung der Komponenten erfolgt über den Doppelboden und über die Lüftungsdecke (im Bereich der Sondermaschinen) durch Luftklimasysteme.

 

Die elektrische Leistung für das Rechenzentrum wurde mit maximal 300 kW definiert.

 

Anspeisung:


Die Hauptzuleitung (Anspeiseleitung) und Energieverteilung wird auf die zur Verfügung stehende Trafoleistung von ca. 450 kW ausgelegt.

 

Somit kann gewährleistet werden, dass bei künftiger Erweiterung der Systeme eine elektrische Leistung von 450 kW über die Anspeiseleitungen der einzelnen Verteiler (Hauptverteiler Juridicum, Hauptverteiler Rechenzentrum, Niederspannungsverteiler AV-Abgänge und Niederspannungsverteiler USV-Abgänge) gezogen werden kann.

 

Durch diese Ausführung können, mit einigen Eingriffen in die elektrische Anlage, Ressourcen geschaffen werden.

 

Versorgung:

 

Die Elektroinstallation wird im gesamten Sicherheitsbereich als TN-S Netz ausgelegt. Dabei werden IT-Geräte getrennt von anderen Verbrauchern versorgt.

 

Um eine unterbrechungsfreie Stromversorgung zu gewährleisten, wird eine USV-Anlage installiert. Die USV-Anlage gewährleistet eine kontinuierliche, störungsfreie Versorgung der kritischen Verbraucher. Hierbei wird eine geregelte Spannung und Frequenz, unter Einhaltung der spezifizierten Toleranz, sichergestellt. Für kritische Anwendungen muss die USV- Anlage für Dauerbetrieb als Online-Anlage ausgelegt sein. Die USV- Anlage wird als Online  USV Anlage ausgeführt, welche die gesamten IT-Systeme versorgen soll.

 

Die USV Anlage versorgt einen Niederspannungsunterverteiler, von wo aus alle USV - stromversorgten Verbraucher versorgt werden. Mit USV-Strom sollen alle IT-Komponenten versorgt werden.

 

Die Versorgung der IT Komponenten erfolgt über Stromschienen im Rack, welche mit zwei Stromkreisen, 1x Allgemein-Strom und 1x USV-Strom, angespeist werden.

 

Auch muss die USV Anlage mit einem manuellen Bypass versehen werden um eine unterbrechungsfreie Umschaltung auf das Hausnetz bei Serviceaktivitäten zu ermöglichen.

Diese Maßnahmen ermöglichen höchstmögliche Sicherheit in der Energieversorgung für alle Komponenten der IT und Kommunikationssysteme.

 

Um die Sicherheit der Energieversorgung noch weiter zu erhöhen wird eine Netzersatzanlage installiert.